Schlagwort: Geschichte

  • Die Kult-Kneipe „zum Störtebeker“

    Die Kult-Kneipe „zum Störtebeker“

    An der Flensburger „Küste“ war sie eine der „Kult“-Hafenkneipen. Eine der Lokalitäten, die irgendwie zu einer Hafenstadt gehör(t)en:

    Die Kneipe „zum Störtebeker“. Oder kurz „Störte“.

    Hier gab es kein Schicki-Micki, keine Lichtshow oder hippe Getränke. Hier gab es Flens, Cola-Korn oder Jägermeister. Günstig. In düsterer, verrauchter Atmosphäre, es war noch die Zeit der Raucherkneipen. Das Publikum war dem Angebot entsprechend: Von jung (mit wenig Geld) bis alt (mit wenig Geld). Geöffnet war bis die Sonne aufging.

    Leider war ich zu meinen „Küstenzeiten“ nur einmal im „Störte“. Mein Eindruck war: „Das ist eine Kneipe, in der man lieber nur Flaschenbier trinkt“.

    Der Umbau zu Restaurant und Hostel

    Haus Schiffbrücke 40 mit Hafenküche und Seemannsheim
    Haus Schiffbrücke 40 mit Hafenküche und Seemannsheim Anfang Januar 2026

    2016 kündigten dann drei mutige Menschen an, das Haus originalgetreu zu restaurieren und darin ein Restaurant und ein Hostel zu betreiben zu wollen. Man war gespannt. Ankündigungen zu Immobilien in Flensburg sind ja immer so eine Sache. Aber wie man seit 2018 sehen kann, wurde die Vision der drei zur Wirklichkeit.

    Heute befindet sich in den Räumen der alten Kneipe das Restaurant „Hafenküche Flensburg“, welches möglichst lokale Produkte anbieten möchte und dann auch alles verwertet. „From nose to tail“ ist das Stichwort. Und im kleinen Biergarten im Hof kann man im Sommer in Ruhe ein Getränk genießen, wenn man denn einen Platz ergattert. Eine Karte gibt es nicht. Man muss sich immer neu überraschen lassen. Reservieren kann man übrigens auch nicht.

    Im „Seemannsheim Flensburg“ kann man heute sehr günstig, aber durchaus schick übernachten. Kosten für eine Nacht im Vier-Personen-Zimmer mit Etagenbett: Ab 25 €.

    Für Flensburg ist das ganze Objekt durchaus ein Gewinn. Auch wenn die alte Kneipe vielen fehlen mag…

    PS: Als kleines Detail ist mir heute aufgefallen, dass man das alte Kneipenschild zur Straße hin zum Adressschild umgewandelt hat.

    Quellen und Links

    Bildernachweis

    • Bild 2016 – Eigenes Werk
    • Bild 2026 – Eigenes Werk
  • WA004 – Orgelführung in St. Marien

    WA004 – Orgelführung in St. Marien

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    Henning Rolapp
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    Michael Mages

    Moin Moin und herzlich willkommen zu Wasn Aggewars! , dem Podcast mit Geschichte und Geschichten aus Flensburg.

    Heute ist der 9.9.2018 und es war Tag des offenen Denkmals. Im Rahmen dieses Tages standen viele Türen offen und es fanden Führungen in historischen Gebäuden statt. Ich musste mich also entscheiden an welcher der vielen Führungen ich teilnehmen wollte. Ich habe mich für die Orgelführung in St. Marien entschieden und habe es nicht bereut. Normalerweise hört man eine Orgel ja nur, da ist es eine ganz andere Perspektive dem Organisten mal zuzusehen.

    Kirchenmusikdirektor, Kantor, Organist und Orgelsachverständiger Michael Mages erklärte uns die Geschichte der Orgel allgemein, speziell in Flensburg, wie so eine Orgel funktioniert und gab auch diverse Kostproben seiner Kunst an der Orgel von Lambert Daniel Carstens aus dem Jahr 1731. 1913 wurde die Orgel neu gebaut und 1983 nochmals vollständig ersetzt. Das Gehäuse ist allerdings noch das Original von 1731.

    WARNUNG: An ein paar Stellen ist die Orgel extrem laut, nicht erschrecken!

    Viel Spaß beim Hören!

    Inhalt: Intro – Begrüßung – Orgelführung – Glockenläuten

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  • WA001 – Solitüde

    WA001 – Solitüde

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    Henning Rolapp
    Solitüde – Für Flensburger hat das drei Bedeutungen: Straße, Wohngebiet und Strandvergnügen.

    Aber wie ist das heutige Strandbad entstanden? Und wie hat es sich entwickelt über die letzten 160 Jahre?

    Das erzähle ich euch heute, wieder direkt aufgenommen am Wasser. Es geht um ein Landhaus, den Bau eines Hafens, eine Freilichtbühne, Klein-Westerland, einen Campingplatz und wie die Situation heute ist. Viel Vergnügen!

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